![]() | 18. Oktober 2001 |
Beerendienst für Freunde | |
Der beste Weg, sich selbst eine Freude zu machen, ist zu versuchen, einem andern eine Freude zu bereiten”, erkannte Mark Twain. Und der sicherste Weg, einen anderen Menschen zu erfreuen, besteht darin, ihn mit erlesenen Getränken zu beschenken. Nicht umsonst gehört der Rebensaft seit jeher zu den beliebtesten und am meisten gerühmten Genussmitteln. So stellte schon der Philosoph Plutarch fest: Wein ist unter den Getränken das nützlichste, unter den Arzneien die schmackhafteste, unter den Nahrungsmitteln das angenehmste.” Oder wie wäre es mit Champagner? Der prickelnde Schaumwein wird gemeinhin zu feierlichen Anlässen gereicht. Das geht auch anders, findet Elizabeth Bollinger, Prinzipalin der gleichnamigen Marke: Ich trinke Champagner, wenn ich glücklich bin, und ich trinke ihn auch, wenn ich traurig bin. Manchmal trinke ich ihn, wenn ich allein bin; in Gesellschaft trinke ich ihn sowieso. Selbst wenn ich keinen Appetit habe, nehme ich gerne ein Gläschen zu mir. Und wenn ich Appetit habe, greife ich natürlich auch zu ihm. Aber sonst rühre ich ihn nicht an, außer wenn ich durstig bin.” Das mag etwas verschroben klingen, doch wer je die Balance zwischen Kraft und Frische genossen hat, kommt nicht umhin, der Dame beizupflichten. Um den Alltag für eine Weile zu unterbrechen, sich über ihn zu erheben, gibt es nichts besseres, als Champagner zu genießen. Ob Mitarbeiter, Geschäftspartner oder Geliebte, wer auch immer mit einem Schaumwein beehrt wird: Er darf sich als hochgeschätzte Person wähnen. Champagner ist eine Auszeichnung. Sicher, Spitzenweine sind teuer. Doch gibt es immer wieder noch unbekannte, erschwingliche Weine zu entdecken. Das können ein heimischer Gewürztraminer und ein feiner Tropfen aus Australien, Chile oder Südafrika sein; etwa ein Casa Lapostolle”. Neben drei bemerkenswerten, rebsortenreinen Rotweinen baut das Gut im chilenischen Rapel Valley auch einen superben Sauvignon Blanc an. Bei ihm geriet der Weinkritiker Robert Parker Jr. ins Schwärmen: Für seinen Preis gibt es wahrscheinlich keinen besseren auf der ganzen Welt.” Solche Weine sind es, die die Weinwelt so spannend machen, die auf angenehmste Weise sogar Fachleute überraschen. Um sich in der faszinierenden Welt des Weins zurechtzufinden, braucht es einen Partner, der einerseits detaillierte Angaben für den Kenner bereithält und andererseits dem Laien zur Seite steht. Ein probates Medium, sich schnell zu informieren, ist das Internet. Auf einer guten Website erhält man fundiertes Hintergrundwissen und praktische Orientierungshilfen geboten. Welcher Wein passt zum weihnachtlichen Braten? Der virtuelle Sommelier empfiehlt einen trockenen Rotwein. Vielleicht ein Valpolicella aus Venetien? Oder einen Merlot aus dem Fronsac? Die Genusswelt ist grenzenlos. Sie umfasst sämtliche Kontinente und erstreckt sich vom Aperitif bis zum Digestif, von der Vorspeise bis zum Gebäck hinterher. Entsprechend sind auch die Möglichkeiten, Geschenke zu machen, grenzenlos. Umso notwendiger ist es, sich auf eine kompetente Beratung verlassen zu können. Eine Website kann noch so fortschrittliche Funktionen haben, letztlich zählen die Erfahrung und der Sachverstand der Mitarbeiter. Weine sind eine zu persönliche Angelegenheit, als dass man sie der Technik überlassen dürfte. Das betrifft bereits die Herstellung, das betrifft die Beratung und ist gerade im Kontext des Schenkens von Bedeutung. Denn ein Geschenk ist just so viel wert wie die Liebe, mit der es ausgesucht worden ist. Weine haben Charakter, sind einzigartig, und wollen von einzigartigen Menschen konsumiert werden. Darum investiert, wer Wein schenkt, nicht in eine geschäftliche Beziehung, sondern in eine menschliche. Der Weinschenkende erweist dem Beschenkten einen Beerendienst. Denn ein guter Wein, eine Assemblage von Eleganz und Harmonie, bedeutet stets auch ein sinnliches Erlebnis, eine Verführung zum Genuss. Eine gute Flasche Wein, das ist ein Billett zum Glücklichsein, der Eintritt, der Aufstieg in die Welt des Genusses. Nirgendwo lässt es sich besser aushalten. Der Genießer”, schreibt der passionierte Weintrinker Gero von Randow, schafft sich eine Welt, in der er immer wieder Schönes entdeckt, die ihm immer wieder eine Lust sein kann, die ihn immer wieder beschenkt. Das verlangt nur ein wenig Übung, Aufmerksamkeit für die Einzelheiten, Liebe zum Detail. Der Genießer widersteht der Lieblosigkeit.” | |
| Artikel // Faktor 3 // Kunde: Hawesko // NOLLS PASSAGE | |