Nicht schlecht. – Sätze wie: „Ganz schrecklich sind zum Beispiel Leute, die nur die Musik ihrer Jugend hören.“ Sagte Karen Duve. Zudem schrieb sie: „Mit sieben Jahren schwor ich mir, niemals zu lieben. Mit 18 tat ich es trotzdem. Es war genauso schlimm, wie ich es befürchtet hatte. Es war demütigend, schmerzhaft und völlig außerhalb meiner Kontrolle.“
Heldenzeit. – Mancher, der mir sowieso schnurzpiepegal ist, wird denken, vielleicht nicht einmal zu Unrecht, dass ich einen kleinen Zacken an der Krone verbogen habe, prima, so unterscheide ich mich wenigstens, jedenfalls war ich heute, nach meinen Möglichkeiten, ein Held, wie ich es nun einmal bin. Und dennoch war da Platz für Komplikationen; leidlich.
Irsinn, kleiner, auch das, auch das. – Und hängt der Leib in den Sielen / Und kommt nicht mehr richtig voran: / Der Kopf hat noch was zu verspielen, / Womit er auftrumpfen kann. (Peter R.)
Wissen, zu viel. – Drei Dingsel, die immer wahr sind: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin.“ (Herr Heine) und „Bleibe erschütterbar und widerstehe.“ (Herr Rühmkorf) und „Der größte Teil des Lebens ist Verlust.“ (Herr Lieblingskabarettist) – Möchte jemand, neben dem Tiefseefisch, ein Plätzchen, um zu weinen? Einfach so. Seufz. ----
Schöner. – Könnte man das kaum verkünden: „Eine Gruppe gerade der Pubertät entwachsener Jünglinge übernahm sich bei dem Versuch, mich von sich begeistern zu wollen.“
Stammtische. – An seinem sollten sitzen: M. A. Bakunin, P. J. Proudhon, J. Swift, E. Mühsam, F. Kortner, A. Bierce, A. Schopenhauer, Anton Kuh, S. Sarandon und M. Faithfull. - Und an meinem: G. Marx, K. Kraus, J. N. Nestroy, P. Rühmkorf, F. Nietzsche, F. Schiller, F. Kafka, H. Venske, D. Parker, B. Rudnik. - Als Thresenkräfte einigten wir uns auf J. Busse und J. Hader. Es werden noch weibliche Servicekräfte gesucht. Bewerbungen bitte in zweifacher Ausfertigung an Herrn N.
Philister, übel. – Ob sie wüssten, wie Theater entstanden sei, fragte der Pädagoge nichtwissenden Schülerinnen, um sodann zu verkündigen: Die Reichen wollten, dass die Armen Bildung erhalten. Ich hätte ihm auf die Fresse hauen sollen.
Leo, Nor & A. – „Make the sky fit into your eye / Stomp the floor / Brake the floor when you pace along / Scratch the air when you laugh / Squeeze the universe / Between your fingers / It all fits inside a little boys pocket.“ (Marlango, again)
Trompetenmusik. – My funny valentine / Sweet comic valentine / You make me smile with my heart / Your looks are laughable / Unphotographable / Yet youre my favourite work of art / Is your figure less than greek / Is your mouth a little weak / When you open it to speak / Are you smart / But dont change your hair for me / Not if you care for me / Stay little valentine stay / Each day is valentines day. (Text von Lorenz Hart, Musik von Richard Rodgers - und von Chet Baker immer wieder vorzüglich vorgetragen.)