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Nolls Passage

Mittwoch, 20. August 2014, 18:44 Uhr

Luzidität II

. — „Verschlüsseln! Verschlüsseln! Verschlüsseln! Und wenn Euch Leute begegnen und meinen, sie hätten keine Geheimnisse und es ist ihnen egal, was mit den eigenen Daten passiert, beendet Eure Onlinekontakte mit ihnen. Konsequent sein! Denn wer seine eigenen Daten nicht achtet, der passt auch nicht auf Eure Daten auf!“ – Klemens Kowalski; sein lesenswertes Blog.
Samstag, 16. August 2014, 09:55 Uhr

Blendung

. — „Warum machen Sie die Welt nicht besser? Ich kann gerade nicht. Und überhaupt: Ist nicht schon alles gut? Das hört man oft und denkt, der hat einen Knick in der Optik. Damit liegt man nicht falsch, im Grunde hat man es mit einem industriekapitalistischen Produktionsfehler zu tun: Die Optik ist starr und fixiert nur das Notwendige, alles andere wird ausgeblendet. So werden die meisten Menschen ausgeliefert, das ist der Werkszustand. Ein Jammer in Serie.“ – Wolf Lotter. In: Brand Eins. — Wobei Scheuklappen nicht natur-, sondern systembedingt sind, Ergebnis ideologischen Zuritts.
Donnerstag, 31. Juli 2014, 08:52 Uhr

Bound

. — „Nothing less than love for this man with no illusions: love for the bluntness, scrupulosity, severity, estrangement; love for the relentless winnowing out of the babyish, preening, insatiable self; love for the artistic mulishness and the suspicion of nearly everything else; and love for the buried charm, of which he’d just given me a glimpse.“ – Nathan Zuckerman about Lonoff. In: Philip Roth, The Ghost Writer.
Sonntag, 27. Juli 2014, 08:48 Uhr+2

Newark

. — „Wenn ich Ihnen erlaube, mich zu küssen, hören Sie dann auf, so gemein zu sein?“ Brenda Patimkin zu Neil Klugman. In: Philip Roth, Goodbye, Columbus.
Dienstag, 22. Juli 2014, 12:50 Uhr+2

Flachland

. — „Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung...“ – „Mir nicht.“ — Adorno antwortet dem Spiegel.
Sonntag, 20. Juli 2014, 13:26 Uhr+2

Le mot juste

. — Gustave Flaubert: „Die Bemühung um die äußere Schönheit, die Sie mir vorwerfen, ist für mich Methode. Wenn ich in einem meiner Sätze eine schlechte Assonanz oder Wiederholung finde, bin ich sicher, dass ich im Falschen herumplansche. Durch Suchen findet man den zutreffenden Ausdruck, der der einzig richtige und der gleichzeitig harmonisch ist.“
Sonntag, 20. Juli 2014, 13:00 Uhr+1

Schnorchelschwadron II

. — „Sollte mir je eine gute Tat unterlaufen sein, die nicht allein mir und meiner Karriere genützt hat, dann kann es sich dabei nur um einen Zufall oder um ein reines Versehen gehandelt haben.“ Beteuert Mr. President.
Donnerstag, 10. Juli 2014, 19:01 Uhr

Schnorchelschwadron

. — „Als ich meine Rede in San Dementia hielt, da kam sie mir so vollendet harmlos vor, geradezu fabelhaft nichtssagend, wenn ich so sagen darf. Fünf Minuten später wusste ich nicht einmal mehr, wofür ich eingetreten war.“ Befindet Mr. President. In: Philip Roth, Unsere Gang.
Montag, 30. Juni 2014, 17:50 Uhr

Bang Bang II

. — Nancy Sinatra: „Bang Bang, he shot me down / Bang Bang, I hit the ground / Bang Bang, that awful sound / Bang Bang, my baby shot me down.“
Montag, 30. Juni 2014, 17:30 Uhr+1

Bang Bang

. — Ambrose Bierce, Aus dem Wörterbuch des Teufels: „Beifall: Echo auf eine Platitüde.“ – „Bettler: Jemand, der sich auf die Hilfe seiner Freunde verlassen hat.“ – „Dichtung: Ausdrucksform, die im Land jenseits der Illustrierten anzutreffen ist.“ – „Gelegenheit: Ein günstiger Anlass, sich einer Enttäuschung zu bemächtigen.“ – „Zukunft: Jene Periode, in der unsere Geschäfte gut gehen, unsere Freunde treu sind und unser Glück gesichert ist.“
Donnerstag, 12. Juni 2014, 12:19 Uhr

Into my pants

. — Cameron und House, ebd.: „Why did you hire me?“ – „Does it matter?“ – „Kinda hard to work for a guy who doesn’t respect you.“ – „Why?“ – „Is that rhetorical?“ – „No, it just seems that way because you can’t think of an answer. Does it make a difference what I think? I’m a jerk. The only thing that matters is what you think.“ — „You hired me to get into my pants?“ – „I can’t believe that that would shock you. It’s also not what I said.“ — „You worked your stunning little ass off.“ – „Am I supposed to be flattered?“ – „Gorgeous woman do not go to medical school unless they’re as damaged as they are beautiful.“ — „But you are damaged, aren’t you?“
Donnerstag, 12. Juni 2014, 12:00 Uhr+1

Get even

. — „You feel cheated by life, so now you’re gonna get even with the world.“ Rebecca Adler zu House. In: House 1, 1.
Freitag, 30. Mai 2014, 21:24 Uhr

Dialoge XXX

. — „Sie sind ein komischer Kerl...“ – „Ein komischer Kerl? Haben Sie mir heute Abend überhaupt zugehört?“ — Linda und John Munch. In: Homicide 1, 13.
Freitag, 23. Mai 2014, 09:33 Uhr

Problem

. — Wissenschaft im Universitätsbetrieb: „Gute Bezahlung, gutes Verhältnis zum Chef und zu den Kollegen in der Abteilung sind die Hauptziele dieser menschlichen Ameisen, die sich bei der Lösung winziger Probleme hervortun, aber mit nichts etwas anfangen können, das über ihren Fachbereich hinausgeht.“ – Paul Feyerabend, Wider den Methodenzwang.
Donnerstag, 22. Mai 2014, 19:57 Uhr+1

Dialoge IXX

. — „Schatz, du liegst auf meinem Arm.“ – „Dann wirst du ihn wohl abbeißen müssen.“ — Michael Chabon, Wonder Boys.
Donnerstag, 22. Mai 2014, 19:53 Uhr

Dialoge XVIII

. — „Besorg’ dir’n Banjo, geh’ Bungeespringen, aber hör’ bitte auf, mich zu nerven.“ – „Mach’ ich, wenn du auch aufhörst.“ — Stan Bolander und John Munch. In: Homicide 1, 4.
Donnerstag, 22. Mai 2014, 19:38 Uhr+2

Carpaccio

. — Dann doch Tagebücher des Raddatz, Fritz, gelesen. Keine Rezension, aber paar schöne Stellen: „Ein Charakter wie ein Bürstenhändler, den man zur Vordertür rauswirft und der sich fünf Minuten später zur Hintertür hereinwinselt.“ – „Hier war immer der der Nestbeschmutzer, der auf ein schmutziges Nest hinwies, und nicht der, der es beschmutzt hat.“ – „Hatte doch etwas Großes. Der kann wenigstens noch kaputtgehen an dieser Welt...“

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