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Nolls Marginalien

 

Nolls Passage

März 2007April 2007
Freitag, 30. März 2007, 22:15 Uhr

Drei Damen

. — Wer Frau S. begegnet, kommt nicht umhin, ihr Sonnenschein zu attribuieren. Wofür ich sie noch mag: Dass sie mich einst in einer schwierigen Situation begleitete, wurde famoser Abend, und dass wir gestern fast im Edelpuff gelandet wären, nach Vernissagen, statt Spielbank, schließlich Straßenbierchen. Zu grüßen außerdem: Frau C. und Frau U., jene imponierte mir mit der Bemerkung, niemanden kennen zu wollen, der Karl Kraus nicht kenne, diese durch – zu intim.
Sonntag, 25. März 2007, 23:35 Uhr

Trauriger Clown

. — Zum zigten Mal im Lustspielhaus, diesmal Geburtstagsgala. Es hätte fürwahr ein schöner Abend werden können. Nette Leute, Getränke und – aber eine Kleinigkeit fehlte. Meine Süße, mir fehlte sie. Und sonst? Dritter Programmteil läuft noch. Ich habe große Füße. Und graue Haare. Und trinke auf jene Melancholiker, die uns lachen lassen.
Samstag, 24. März 2007, 14:44 Uhr

Barbar

. — „Mit dem, was ich erreicht habe“, wird Paul van Dyk zitiert, „kann ich für den einen oder anderen ein Vorbild sein. Es zeigt, dass man wenn man sich engagiert und an etwas glaubt, auch etwas erreichen kann.“ Bullshit, Ideologie. Von den Unzähligen, die antraten und scheiterten, hört man nämlich gemeinhin nichts. Da war Walter Benjamin bereits klüger: Geschichte wird von Siegern geschrieben: „Wer immer bis zu diesem Tag den Sieg davon trug, der marschiert mit in dem Triumphzug, der die heute Herrschenden über die dahinführt, die heute am Boden liegen.“
Dienstag, 20. März 2007, 22:18 Uhr

Anrührend II

. — „Ich weiß nur, dass ich Sie ganz irre mag und weh dem, der Ihnen Schmerz bereitet.“ Danke, Madame.
Freitag, 16. März 2007, 11:14 Uhr

Metablogger XXVII

. — „Weblogs geben Bürgern das Gefühl, etwas zu sagen zu haben“, vermutet Johnny. „Weblogs sind das digitale Äquivalent zum Demonstrationsrecht.“
Mittwoch, 14. März 2007, 16:44 Uhr

My foolish heart

. — Könnte auf ihre Post warten: „Du liebst mich wirklich, was?“ Und würde ihr antworten: „Ja-ah.“
Montag, 12. März 2007, 01:17 Uhr+4

The crying game

. — Ich verdammter Idiot, wie konnte es mir nur passieren, diese wundervolle Frau, meine Süße, die geliebte Lachfaltenträgerin zu verlieren? – Untröstlicher Narr: Let me try again. & Nobody will ever love you the way I loved you.
Freitag, 2. März 2007, 10:10 Uhr+2

Spam XXIII

. — Kleine Hommage an meinen Lieblingsspammer, der die Erträge seiner diffusen Depression regelmäßig ins leider verwahrloste bLogitech kippt, etwa: „I’ve just been staying at home not getting anything done. I guess it doesn’t bother me. Shrug. I haven’t been up to anything. I haven’t gotten much done today. I can’t be bothered with anything these days, but shrug. I just don’t have anything to say recently. Nothing seems worth thinking about.“
Donnerstag, 1. März 2007, 16:38 Uhr

Bemängeln

. — Der Liebsten ins nicht vorhandene Tagebuch zu schreiben: „Nicht weil es unerreichbar ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es unerreichbar.“ Soll von Seneca sein. Philosophisches gegen Gefühlsalgebra.
Donnerstag, 1. März 2007, 13:01 Uhr

Anhören

. — Wunderbares Album von Caroline Henderson: Love or nothin’So fine I’ve never been the same / Since I heard you say my nameIt’s hurting me more each minute that we delay / When you near me like this / You’re much too hard to resist / So go away little boy before I beg you to stayAll that I want is a new day in a new way / And all that I need is a new way and a new day.

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