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Nolls Marginalien

 

Nolls Passage

April 2010Mai 2010
Donnerstag, 22. April 2010, 10:29 Uhr+1

Armer Wels

. — In dem Begriff wird die ganze Nichtswürdigkeit der Menschheit offenbar: „In Mitteleuropa sind Welse“, weiß Wikipedia, „vorwiegend als Sportfische bei Anglern beliebt.“
Montag, 19. April 2010, 09:44 Uhr

Friedells Egon

. — Seine Freundin Lina sprach zu ihm: „Ich stelle mir vor, deine Kulturgeschichte enthält alles, was mich nicht interessiert.“ Bescheiden antwortete der Autor: „So umfassend ist sie nicht.“
Donnerstag, 15. April 2010, 18:07 Uhr

Grillparzers Franz II

. — „Wenn jemand meinte, die Bäume seien da, um den Himmel zu stützen, so müssten sie ihm alle zu kurz vorkommen.“
Donnerstag, 15. April 2010, 17:03 Uhr

Unterwegs im Gebirge

. — Die Gipfel und hohen Bergflächen im Schnee, die Täler hinunter graues Gestein, grüne Flächen, Felsen und Tannen. – Bergbilder im Café Hensel, von Noll, Vater und Sohn.

Auswahl Bergbilder
Donnerstag, 15. April 2010, 16:10 Uhr

Grillparzers Franz

. — Balthasar Speth bemerkte zur „Madonna della“ sedia von Raphael: „Das Kind verstecke die eine Hand zu tief in den Busen der Mutter, was dem lüsternen Geist Ursache gebe, in Gedanken sich zu belustigen, welche der Seele beim Anblick eines Bildes, das das Heiligste in irdischen Gestalten zeigt, durchaus fremd sein müssen.“ – Daraufhin entgegnete Franz Grillparzer, in Aesthetische Studien, 1821: „Elender, für Leute deinesgleichen hat Raphael nicht gemalt. Ja, freilich, wer bei dem Anblick dieser Madonna an so etwas denken kann, hat wohl nötig, religiöse Gesinnungen auch in der Kunst zu suchen, denn Schufte brauchen Religion, damit sie im Zaume gehalten werden.“
Donnerstag, 8. April 2010, 21:24 Uhr

Anrührend VI

. — Auf die Mitteilung an einen hochgeschätzten Menschen, dass ich gedenke, ein Buch zu schreiben, das en passant womöglich (irgendwo) als Dissertation einzureichen wäre, erhielt ich zur Antwort: „Ich bin sicher, irgendwann wird man Dir den Titel ehrenhalber nachtragen.“
Montag, 5. April 2010, 18:24 Uhr+1

Apologia

. — Sokrates, dem Frevel und Torheit vorgeworfen wurden, vermerkt sehr schön in seiner Verteidigungsrede: „dass ich auf keinen Fall anders handeln werde, und müsste ich noch so oft sterben“.

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