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Nolls Passage

Dienstag, 12. August 2003, 23:23 Uhr<  >

Dienst II

. — Missratene Revue von Max Raabe, miserabler Platz vor Lautsprecher. Das Premierenpack klatschte, glaubte eine Gaudi zu erkennen. Der Depp neben mir, der sich für einen Kritiker hielt, die ganze Bagage, die sich so wichtig nahm, der Fotograf mit lautem Verschluss, die Tante mit Fächer, sie alle nervten. Hat man je eine schöne Frau mit Fächer gesehen?

„Seichte Seligkeit“ versprach Max Raabe im Programmheft. Und es gab dann eine selige Seichtheit, so recht nach dem Geschmack des Premierenpublikums. Die Welt-Uraufführung der „Palast Revue“ mit dem Palastorchester und seinem Sänger Max Raabe fand im Thalia Theater reichlich Wohlwollen. // Für den Erfolg der Revue hat es im Wesentlichen drei Gründe: Max Raabe, der nach wie vor mit sicherer Intonation und gewitzten Conférencen beeindruckt, den Charme und Witz der Couplets aus den Zwanziger und Dreißiger Jahren sowie die dekorative Geigerin Hanne Berger, die man in fünf verschiedenen Abendkleider betrachten durfte. // Deutlich schwächer fielen manche Arrangements, die Auftrittte des neunköpfigen Ballettcorps und andere komödiantische Einlagen aus. Zu einer ordentlichen Revue fehlte da einiges. Ohnehin wäre zu fragen, ob Raabe mit Weniger nicht Mehr erreicht hätte. Schließlich ist die Brillanz seiner Bühnenfigur dem Minimalismus geschuldet. // Gleichwohl: Wer Max Raabe noch nicht erlebt hat, sollte die Chance ergreifen, wer ihn schon des Öfteren gehört hat, kann getrost zu Hause bleiben.

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