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Nolls Marginalien

 

Nolls Passage

Sonntag, 20. Oktober 2013, 13:37 Uhr<  >

Kierkegaard V

. — „Wie es in der Sprache geht, dass man zuweilen auf ein Wort stößt, das von Natur eine Mannigfaltigkeit von Bedeutungen enthält, die Anlage zu einem inhaltsreichen Leben, das aber der Lauf der Zeit mehr und mehr abstumpft und zuletzt ausschließlich als Bezeichnung für etwas Schlechtes bestimmt, so dass nur der Sprachforscher hin und wieder bei Betrachtung seines traurigen Schicksals erstaunt, und der eine oder andere Schreiber, der keinen Schnürleib benutzt, es wagt, in ursprünglicher Bedeutung es aufzunehmen, wobei es sich oft zur Verwunderung, aber dann auch zum Ärgernis für die Welt vortrefflich ausnimmt, der aber doch bald diesen Versuch, dies Spiel mit seinem Dasein aufgibt und es wieder in der harten Notwendigkeit der Sprachentwicklung untergehen lässt - genauso geht es auch mit dem einzelnen Menschen.“ (II, A 516)

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