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Nolls Marginalien

 

Nolls Passage

Oktober 2013November 2013
Mittwoch, 30. Oktober 2013, 14:33 Uhr

De nada

. — „You were right. I’m not over you. You were the one. You always will be. But I can’t live with you. What’s so great about you is, you always think you’re right; what’s frustrating about you is, you are right so much of the time. You are brillant, funny, surprising, sexy. But with you I was lonely.“ Stacy zu House. In: House 1, 22.
Sonntag, 20. Oktober 2013, 13:47 Uhr+1

Kierkegaard VII

. — „Irgendwo in England findet sich ein Grabdenkmal, auf dem nur diese Worte stehen: Der Unglücklichste. Ich möchte mir vorstellen, einer läse das und glaubte nun, es liege dort gar niemand begraben, sondern es sei für ihn bestimmt.“ (III, A 40)
Sonntag, 20. Oktober 2013, 13:45 Uhr

Kierkegaard VI

. — „Auch auf euch, meine lieben Augenblicke, muss ich verzichten, und ihr, meine Gedanken, die ihr in meinem Kopf gefangen sitzt, euch kann ich nicht länger einen Spaziergang in der Abendkühle gestatten, aber verliert nicht den Mut, lernt einander näher kennen, geht miteinander um, und zwischendurch kann ich wohl einmal bei euch vorbeischauen - auf Wiedersehen!“ (II, A 576)
Sonntag, 20. Oktober 2013, 13:37 Uhr

Kierkegaard V

. — „Wie es in der Sprache geht, dass man zuweilen auf ein Wort stößt, das von Natur eine Mannigfaltigkeit von Bedeutungen enthält, die Anlage zu einem inhaltsreichen Leben, das aber der Lauf der Zeit mehr und mehr abstumpft und zuletzt ausschließlich als Bezeichnung für etwas Schlechtes bestimmt, so dass nur der Sprachforscher hin und wieder bei Betrachtung seines traurigen Schicksals erstaunt, und der eine oder andere Schreiber, der keinen Schnürleib benutzt, es wagt, in ursprünglicher Bedeutung es aufzunehmen, wobei es sich oft zur Verwunderung, aber dann auch zum Ärgernis für die Welt vortrefflich ausnimmt, der aber doch bald diesen Versuch, dies Spiel mit seinem Dasein aufgibt und es wieder in der harten Notwendigkeit der Sprachentwicklung untergehen lässt - genauso geht es auch mit dem einzelnen Menschen.“ (II, A 516)
Freitag, 18. Oktober 2013, 09:16 Uhr+1

Wire, Last Word

. — „But the ultimate act of reportage would be really surround something that is endemic and complex, and to make it understandable, so that more people can adress themselves to solving that problem than ever before. And that never happens.“ (David Simon) – „It’s all about not really trusting the audience to figure things out. It’s as if they believe that the public can’t take on long issues.“ (Ed Burns)
Freitag, 18. Oktober 2013, 09:14 Uhr

Read it and weep

. — „If I think something about a story, I’m gonna speak on it. You know what a healthy newsroom is? It’s a magical place where people argue about everything all the time.“ Sprach Augustus Haynes. In: Wire 5, 1.
Freitag, 18. Oktober 2013, 09:09 Uhr

Kierkegaard IV

. — „Es gibt Menschen, die in Ideenassoziationen reden; aber weit tiefer liegt ein Standpunkt, den ich die Selbstsucht der Wörter nennen möchte, wo das eine Wort das andere mitreißt, wo Wörter, die oft zusammen in Gesellschaft kommen, einander suchen; ungefähr wie es mit Wörtern in einem Lexikon geschähe, wenn sie lebendig würden, sie stellten sich in die gleiche Ordnung, an die sie gewöhnt wären.“ (II, A 583)
Dienstag, 15. Oktober 2013, 19:11 Uhr+1

Kierkegaard III

. — „Eine so lange Zeitspanne ist wieder hingegangen, in der ich mich nicht auf das Geringste habe sammeln können. Ich will nun zusehen, dass ich wieder einen kleinen Anlauf nehme.“ (II, A 208) [= Metablogger LIV] – „Ich suchte gerade nach einem Ausdruck, um die Art Menschen zu bezeichnen, für die zu schreiben ich Lust haben könnte in der Überzeugung, dass sie meine Anschauung teilen würden, und nun finde ich ihn bei Lukian: paranekroi (einer, der tot ist, wie ich), und ich hätte Lust, eine Schrift für paranekroi herauszugeben.“ (II, A 690) [= Metablogger LV]
Dienstag, 15. Oktober 2013, 19:04 Uhr+1

Kierkegaard II

. — Søren Kierkegaard, Tagebücher, Band 1: „Einer, der verrückt wurde, indem er sich jeden Augenblick bewusst wurde, dass die Erde sich drehe.“ (I, A 182) – Dazu Cioran: „Heute früh, als ich einen Astronomen über Milliarden von Sonnen sprechen hörte, habe ich darauf verzichtet, meine Morgentoilette zu machen: Wozu sich überhaupt noch waschen?“
Montag, 14. Oktober 2013, 19:08 Uhr+1

Heilungen

. — „Aber ich sage Euch: Die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt oder verdammt werden.“ (Matthäus 12,36f) – „Ich bin so müde vom Seufzen.“ (Psalm 6,6) – „Der Herr ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb; Redliche schauen sein Angesicht.“ (Psalm 11,7) – „Und der Herr segnete Hiob fortan mehr als einst, so dass er 14000 Schafe kriegte und 1000 Eselinnen.“ (Hiob 42,12) – „Und Hiob starb alt und lebenssatt.“ (Hiob 42,17)
Dienstag, 8. Oktober 2013, 13:47 Uhr

Dichter und Denker

. — Studie der OECD ergab u.a., dass Bildungschancen immer noch ungleich verteilt und Deutsche in puncto Textverständnis lediglich Mittelmaß sind. – Auch das ein Nachweis für das Versagen der Medien. Ja, Ihr habt einen Bildungsauftrag.
Sonntag, 6. Oktober 2013, 09:50 Uhr

Parerga und Paralipomena VI

. — „Du kannst dich zurückhalten von den Leiden der Welt, das ist dir freigestellt und entspricht deiner Natur, aber vielleicht ist gerade dieses Zurückhalten das einzige Leid, das du vermeiden könntest.“ Sagte Kafka. – „How you expect to run with the wolves come night when you spend all day sparring with the puppies?“ Fragte Omar. In: Wire 4,3. – „No one wins. One side just loses more slowly.“ Erkannte Prez. In: Wire 4,4. – „It’s not where you take things from, it’s where you take them to.“ Fand Godard. – „Choose Life. Choose a job. Choose a career. Choose a family. Choose a fucking big television, choose washing machines, cars, compact disc players and electrical tin openers. Choose good health, low cholesterol, and dental insurance. Choose fixed interest mortgage repayments. Choose a starter home. Choose your friends. Choose leisurewear and matching luggage. Choose a three-piece suit on hire purchase in a range of fucking fabrics. Choose DIY and wondering who the fuck you are on Sunday morning. Choose sitting on that couch watching mind-numbing, spirit-crushing game shows, stuffing fucking junk food into your mouth. Choose rotting away at the end of it all, pissing your last in a miserable home, nothing more than an embarrassment to the selfish, fucked up brats you spawned to replace yourselves. Choose your future.“ Dozierte Renton. In: Trainspotting. – „Ach halten’s doch den Mund, Sie Trottel! Ich sehe Sie schon seit längerer Zeit. Wenn Sie schon kein Hirn haben, dann halten’s des Maul wenigstens! Dieses dämliche Gequatsche eines politisierenden Beatles, was glauben Sie denn, Sie Pilzkopf!“ Rüpelte Strauß. – Sympathischer Parmentarier.

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