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Nolls Marginalien

 

Nolls Passage

Mai 2012Juni 2012
Montag, 7. Mai 2012, 13:01 Uhr

Tschechow

. — „Sie reden dummes Zeug“, bemerkt der Doktor, „verwenden Sie keine Wörter, die Sie nicht verstehen. Gehen Sie mir aus dem Weg! Ich könnte Ihnen, ohne zu wollen, Unannehmlichkeiten machen... Ich bin schlechter Laune...“ – Anton Pawlowitsch Tschechow, Peterstag.
Sonntag, 6. Mai 2012, 10:52 Uhr+1

Lurchhausen

. — „Diese Verbrecher! Die haben es mir gezeigt! Aber ich bin selber schuld. Warum habe ich mich auf die eingelassen? Wie könnte ich doch heute dastehen ohne diese Bande! Wäre ich nur mit Viktor auf und davon! Ich hätte eine Karriere als anständiger Journalist machen können irgendwo.“ — Hans-Joachim Schädlich, Trivialroman.
Sonntag, 6. Mai 2012, 10:49 Uhr+1

Metablogger IL

. — „Statt dieser Aufzeichnungen könnte ich ebensogut Briefe schreiben. Da ich aber niemand weiß, an den ich sie richten könnte, so schreibe ich für mich. (...) Denn, wenn ich mein unruhiges, gequältes, von Begierden und Enttäuschungen zerstörtes Bild betrachte: Was bleibt übrig? Was wäre wert, noch einmal gelebt zu werden? Man muss den Schutt wegräumen, Kehrichthaufen der Jahre, den Ballast verwester Gefühle, zerbrochener Beziehungen. Vielleicht wird, was darunter zum Vorschein kommt, wieder ein menschliches Antlitz haben.“ – Walter Hasenclever, ebenda.
Sonntag, 6. Mai 2012, 10:25 Uhr+1

Longtail II

. — „Die Zeit verging. Nichts rührte sich. Der provisorische Zustand, in dem ich mich befand, erregte meine Neugierde. Ich spürte ein zweites menschliches Bedürfnis, den Wunsch, zu erfahren: Was kommt nun? Zunächst kam gar nichts. Eine langbeinige Spinne kroch ruhevoll über die Mauer. Geduld. Nicht den Verstand verlieren! Die Spinne, auf ihrer langsamen Wanderung, ist über dem Fensterloch angelangt. Dort bleibt sie. Ich habe Sehnsucht nach einem Ereignis. Also zünde ich ein Streichholz an. Und damit es nicht unnütz brennt, rauche ich. So bescheiden wird man...“ – Ebenda.
Sonntag, 6. Mai 2012, 10:09 Uhr+1

Longtail

. — „Ich. In den drei Buchstaben liegt eine Welt von Verwüstungen, Irrtümern und Leidenschaften.“ – Walter Hasenclever, Irrtum und Leidenschaft.
Donnerstag, 3. Mai 2012, 17:48 Uhr

Lenchen

. — „Und wenn wir wieder von der Einsamkeit reden“, so Rilke, den ich ansonsten nicht sonderlich schätze, an Kappus, „so wird immer klarer, dass das im Grunde nichts ist, was man wählen oder lassen kann. Wir sind einsam. Man kann sich darüber täuschen und tun, als wäre es nicht so. Das ist alles.“ – Aber auch, holdestes Lenchen: „Damit einer dem andern raten oder helfen kann, muss viel geschehen, viel muss gelingen, eine ganze Konstellation von Dingen muss eintreffen, damit es einmal glückt.“

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