Montag, 31. August 2009, 18:18 Uhr
NOLL // Kommentar
Aufrichtigkeit. – Geschrieben steht in einem Wörterbuch: Aufrichtig ist derjenige, welcher freiwillig und unaufgefordert seine Gesinnung zu erkennen gibt. - Arschlöcher heiße ich die Unaufrichtigen.
Samstag, 29. August 2009, 12:11 Uhr
NOLL // Kommentar
Der freie Geist. – „Er blickt dankbar zurück“, bemerkt Nietzsche, „dankbar seiner Wanderschaft, seiner Härte und Selbstentfremdung, seinen Fernblicken und Vogelflügen in kalte Höhen.“
Sonntag, 23. August 2009, 10:37 Uhr
NOLL // Kommentar
Wichtigkeit des Beklagens. – Daran erinnert Johann Gottlieb Fichte: „Solange keiner klagt, ist anzunehmen, dass alles seinen gehörigen Gang gehe.“
Freitag, 21. August 2009, 21:59 Uhr
NOLL // Kommentar
Rechthaber III. – „Aber an weiblicher Lust nährt sich der männliche Geist.“ — „Wenn die Sinne der Frau schweigen, verlangt sie den Mann im Mond.“
Freitag, 21. August 2009, 12:24 Uhr
NOLL // Kommentar
Rechthaber II. – „Das Leben ist eine Anstrengung, die einer besseren Sache würdig wäre.“ — „Die Außenwelt ist eine lästige Begleiterscheinung eines unbehaglichen Zustands.“ — „Ich und das Leben: Die Affäre wurde ritterlich ausgetragen. Die Gegner schieden unversöhnt.“
Freitag, 21. August 2009, 12:22 Uhr
NOLL // Kommentar
Rechthaber. – „Aussprechen, was ist – ein niedriger Heroismus. Nicht dass es ist, sondern dass es möglich ist: darauf kommt es an. Aussprechen, was möglich ist!“ Wie immer hat er Recht, der Karl Kraus.
Freitag, 21. August 2009, 11:33 Uhr
NOLL // Kommentar
Verdinglichungsbild. – Karl Kraus, Pro Domo et Mundo: „Der Fortschritt macht Portemonnaies aus Menschenhaut.“
Sonntag, 16. August 2009, 22:20 Uhr
NOLL // Kommentar
Verliebt, Fiktion. – Sah mich an, krauste die Nase und kniff die Augen zusammen und sagte: „Ich weiß, wo der Hase begraben liegt.“ Ich lachte und war verliebt. - Nein, Fiktion. Aber schlendern und vögeln ist immerhin eine Alternative.
Sonntag, 16. August 2009, 12:17 Uhr
NOLL // Kommentar
Esprit d’escalier. – Fragte man dennoch, was das Leben sei, ich antwortete: eine Ansammlung von Treppenwitzen, auch das, auch das. Abgang, murmelnd.
Samstag, 15. August 2009, 18:09 Uhr
NOLL // Kommentar
Wollte nicht. – „Irgend etwas in mir, in der Tiefe des Herzens, wollte nicht sterben, es wollte nicht sterben und blieb als brennende Sehnsucht.“ - Fjodor M. Dostojewski, Aufzeichnungen aus einem Kellerloch. - Und Sie sind keine Idiotin, sie sind wunderbar.
Sonntag, 9. August 2009, 01:04 Uhr
NOLL // Kommentar
Leaving Las Vegas. – Chicks, clowns and roses. Nicht zu sehen: Kehraus, duotone Dokumention würdiger Szenen.


Freitag, 7. August 2009, 16:14 Uhr
NOLL // Kommentar
Hendelibo II. – Na gut. Nicht erste Person Singular, weil mir hendelibare zu dicht an Hühnern und am Komponisten wäre. Also als Substantiv: das Hendelibo: der Wille, sich trotz verquerter Welt zu behaupten.
Samstag, 1. August 2009, 12:35 Uhr
NOLL // Kommentar
Fanfärchen. – Ziele, willkommene Erinnerung von Wildes Oscar: „Seine eigene Natur vollkommen zu verwirklichen - dafür ist jeder von uns da.“
Samstag, 1. August 2009, 12:07 Uhr
NOLL // 1 Kommentar
Fanfare. – Darf ich Ihnen mitteilen, die Antwort auf die mürbende Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens bei William Shakespeare vorgefunden zu haben: Life's but a walking shadow, a poor player / That struts and frets his hour upon the stage / And then is heard no more: it is a tale / Told by an idiot, full of sound and fury, / Signifying nothing.
