NOLLS MARGINALIEN
Montag, 31. Oktober 2005, 13:52 Uhr NOLL //
Gescheitert. – „Mit den modernen Produktionsmethoden ist die Möglichkeit gegeben, dass alle Menschen behaglich und sicher leben können“, glaubte der Philosoph Bertrand Russell, zitiert in brand eins. „Bisher sind wir noch immer so energiegeladen arbeitsam wie zur Zeit, da es noch keine Maschinen gab. Das war sehr töricht von uns. Aber sollten wir nicht auch irgendwann mal gescheit werden?“
Donnerstag, 27. Oktober 2005, 14:51 Uhr NOLL //
Seminar II. – Mir mühsamst schnelles Wegschreiben angewöhnt, journalistisch, nun fordert Seminar, wissenschaftlich, langsames Vorgehen, gerade abgewöhnt. Wäre ich ein Hund in der Pfanne, ich würde verrückt. - Und wenn ich schon am Jammern bin: Wieso muss ich bei schönem Wetter arbeiten? Bin ich deswegen Freiberufler?
Donnerstag, 27. Oktober 2005, 11:31 Uhr NOLL //
Für Franz K. – Im Kommentar ein Auszug aus „Das Weltbild der Physik“, 1928 von Sir Arthur Eddington geschrieben.
Mittwoch, 26. Oktober 2005, 17:25 Uhr NOLL //
Seminar. – „Kritik finde ich völlig bekloppt“, so Nena am 7. August in der F.A.S., „die Menschen, die andere kritisieren, sollen erst einmal alle bei sich anfangen.“ Seminarziel: Die Dummheit dieser Bemerkung begreifen. [Info]
Montag, 24. Oktober 2005, 20:04 Uhr NOLL //
Relativität. – „Und besonders der, der gegen alle nur höflich ist, ist im Grunde gegen die er höflich sein sollte, grob.“ (Gotthold Ephraim Lessing)
Freitag, 21. Oktober 2005, 09:40 Uhr NOLL //
Engpass. – Zuletzt viel Kleinkram, nächste Woche startet Seminar, ist noch vorzubereiten, daher Blogpause, temporär.
Montag, 17. Oktober 2005, 19:52 Uhr NOLL //
Rühmkorf, Nachschlag. – „Habe viele Schlachten, aber nie meine Identität verloren", rühmte sich einst der famose Peter Rühmkorf, um folgendermaßen fortzufahren: „Wusste vermutlich auch nie recht, was das eigentlich ist.“
Freitag, 14. Oktober 2005, 21:32 Uhr NOLL //
Snooker. – Spannend und entspannend zugleich anzusehen, auf Eurosport. Besonders schön, wenn Frau Tabb dabei ist.
Donnerstag, 13. Oktober 2005, 19:42 Uhr NOLL //
Benn. – Wie Ilse ihrem Gottfried die Rosen vermieste: Er las ein frisches Gedicht vor, woraufhin sie bemerkte, dass es sehr viele Rosen enthalte, ob er nicht einige weglassen könne. Blass verließ er den Raum und schrieb später: „Meine Frau hat mir leider das schöne Wort Rosen verboten.“ Nachzulesen in der FR.
Freitag, 7. Oktober 2005, 23:17 Uhr NOLL //
Äffchenverteilung. – Freundin im Krankenhaus Bergedorf besucht, im Bus drei bemerkenswert hübsche Äffchen. Ist dem so: Solche sind sämtlich in der Peripherie anzutreffen?
Donnerstag, 6. Oktober 2005, 12:49 Uhr NOLL //
Autumn in New York. – Freundin schreibt, dass sie sich in der Stadt sehr wohl fühle, hier und da meiner gedachte.
Donnerstag, 6. Oktober 2005, 12:33 Uhr NOLL //
Bukowski II. – „Es gibt wunderbare Frauen auf der Welt“, konstatiert Herr Bukowski, „nur lerne ich sie nie kennen.“
Donnerstag, 6. Oktober 2005, 12:29 Uhr NOLL //
Bukowski. – „Stunden, die im Kreis rennen wie gekopfte Hühner. Und ich hebe das Glas und schütte den Sprit in mich rein, weil es das einzig Vernünftige ist“, schreibt Charles Bukowski 1965 an Douglas Blazek. Nachzulesen in „Schreie vom Balkon - Briefe 1958-1994“, erscheint am 17. Oktober bei Gingko Press.
Dienstag, 4. Oktober 2005, 09:21 Uhr NOLL //
Für Schattengewächse. – Sonniger Oktobermorgen und Herr N. muss ins Kino. Da wäre eine Schönwetterzulage fällig. Würde lieber mit gutem Buch in Rom oder Wien, notfalls Hamburg, sítzen und die letzten kurzen Röcke würdigen.
Sonntag, 2. Oktober 2005, 12:46 Uhr NOLL //
Für Dissidenten. – Handbook for bloggers and cyberdissidents der Reporters without borders; deutscher Ableger.
Samstag, 1. Oktober 2005, 17:02 Uhr NOLL //
Für Filmkritiker. – Gretchenfrage, vorgetragen von Gene Siskel: Ist der Film interessanter als eine Dokumentation über das gemeinsame Mittagessen der Schauspieler?
Samstag, 1. Oktober 2005, 15:57 Uhr NOLL //
Für Liebesnarren. – „Being your slave, what should I do but tend / Upon the hours and times you desire? / I have no precious time at all to spend , / Nor services to do, till you require.“ (William Shakespeare, Sonett LVII, 1. Strophe)


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