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Nolls Marginalien

 

Nolls Passage

November 2009Dezember 2009
Freitag, 27. November 2009, 16:08 Uhr

Content, charismatischer

. — Charisma des Inhalts sowie die konkrete, unterhaltsame, sinnliche Qualität der Sprache seien entscheidend, so Mathias Döpfner. Der Autor muss sich quälen, nicht der Leser.
Dienstag, 24. November 2009, 22:48 Uhr

Diaspora

. — „Da wir uns auf nichts verlassen können, nicht einmal darauf, dass morgen die Sonne aufgehen wird, ist das Spiel die eigentliche Essenz menschlicher Bemühung, vielleicht sogar das Ding-an-sich.“ — „Solche Dinge entwickeln sich schnell. Wenn du eine Möglichkeit hast, von hier zu entkommen, warte nicht. Wir sind zwischen Hitler und Stalin gefangen. Wer immer in unser Land einfallen wird, es wird ein Katastrophe geben.“ – „Warum gehst du nicht fort?“ – „Wohin? Ich kann mir ein Leben in Amerika nicht vorstellen.“ – „Und was ist mit Palästina?“ – „Auch dort kann ich es mir nicht vorstellen. Das ist ein Ort, zu dem werden wir auf einer Wolke gebracht werden, wenn der Messias erscheint.“ – „Glaubst du das wirklich?“ – „Nein, mein Lieber.“ — „Wenn der Körper der Gesundheit überdrüssig wird, erkrankt er. Wen er lebensüberdrüssig wird, dann stirbt er. Wenn er vom Totsein genug hat, wird er als Frosch oder Windmühle wiedergeboren. Der Kaffee hier ist der beste in ganz Warschau. Darf ich noch ein Glas bestellen, Miss Slonim?“ — „Wer bin ich? Wie bin Ich zustandegekommen? Habe Ich Mich selbst erschaffen? Wer hat mir diese Macht gegeben? Schließlich und endlich, es kann doch nicht sein, dass es mich schon immer gegeben hat. Ich kann mich nur an letzten hundert Trillionen Jahre erinnern. Weiter zurück liegt alles im Dunst. Nun, wie lange kann das noch dauern? Warten Sie, Mark, ich hole Ihnen Ihren Kognak. Was zum Knabbern? Ich habe noch Kekse, die sind so alt wie Methusalem.“ — Isaac B. Singer, Soscha.
Sonntag, 22. November 2009, 14:09 Uhr

Qual, Quelle, Querele

. — „Wer am meisten liebt, ist der Unterlegene und muss leiden...“ (Thomas Mann, Tonio Kröger) — „Wären wir nicht alle besser dran, wenn wir nicht versuchen würden zu verstehen, sondern wenn wir die Tatsache akzeptierten, dass kein Mensch je einen anderen verstehen wird, keine Frau ihren Mann, kein Liebender seine Geliebte, und auch kein Vater und keine Mutter ihr Kind? Vielleicht ist dies der Grund, warum die Menschen Gott erfunden haben, ein Wesen, das fähig wäre zu verstehen.“ (Graham Greene, Der stille Amerikaner)
Donnerstag, 12. November 2009, 19:45 Uhr+1

Forward, upward, onward

. — Drei Stunden vergeudet, am Pokertisch, 14194 Gegner abgehängt. Als Preis: Ticket für ein weiteres Turnier. Schneide ich da ebenfalls erfolgreich ab, geht es auf die Bahamas. (Was ich da dann soll? Vermutlich pokern. Nee, nix gekostet. Außer einem kleinen Aufschrei, als mich einmal ein König am River rettete. Und sonst? Straight Flush überstanden, interessantes Endspiel, am Nikolaustag der Fortgang.)
Sonntag, 1. November 2009, 12:32 Uhr

Die Tür

. — John Boynton Priestley, Engelgasse; Berlin 1931: „Vielleicht wird sie sich eines Tages öffnen und einen Engel herauslassen, der, nachdem er einen Augenblick lang durch das kleine Gässchen hin und her geblickt hat, plötzlich die Posaune des Jüngsten Gerichtes zu blasen beginnt.“

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