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Nolls Marginalien

 

Nolls Passage

Dienstag, 20. Juli 2004, 18:07 Uhr<  >

Parerga und Paralipomena III

. — Gespräch im Park, ältere Dame: „Manchmal glaube ich, dass sich alles wiederholt. Ist das nicht furchtbar, dass sich alles wiederholt?“ – Sorry, der dritte Matador ist wieder schwach, der Dominabericht verstohlenes Gesabber, gestalkte Seichtigkeit. – „Ich hatte eine sehr schwere Kindheit“, so Robert Gernhardt, den Biografienwahn aufspießend, „ich kam praktisch ohne Zähne auf die Welt und war die ersten Jahre so gut wie infantil.“ – Die Debatte um Hartz IV ist ärgerlich, vielmehr wäre von einem sozialpolitischen Sündenfall zu reden. – Bremer Rezensent verriss Konzert, Veranstalter erteilte Hausverbot, beschwerte sich bei der Chefredaktion („Wenn er meint, dass alles Mist ist, soll er nicht hingehen.“) und die schasst kurzerhand den Spund. Da fällt mir Jürgen Sieler ein, ehedem mein Chef bei der Rhein-Zeitung: Als ein Konzertausrichter um Pressebesuch bat, gleichzeitig jedoch postulierte, dass nicht Herr Noll kommen solle, erklärte er, dass dann niemand käme. – Stelle irritiert fest, dass immer mehr Leute das Hemd über der Hose tragen. Vor Jahren noch war ich damit alleine. Auf der Straße, Premieren und Präsentationen. Selten stopfte ich es in die Hose, nur einmal trug ich eine Krawatte, den schwedischen Generalkonsul besuchend. Das Ding ließ ich damals gleich im Geschäft binden. – Wäre ich vor 60 Jahren geboren, würde ich in jetziger Verfassung nach Amerika fahren, um Coltrane, Davis und Parker zu hören. (Und auf der Überfahrt Kafka lesen?)

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