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Freitag, 9. Dezember 2005, 15:10 Uhr<  >

Herzog

. — Hätte ich 190 Euro, Smoking und Begleiterin mit Abendkleid, ginge ich zum Presseball? Tja. Aber ein Gedicht habe ich. Von Paul Celan. Im Kommentar.
Freitag, 9. Dezember 2005, 15:14 Uhr > Noll >
Umsonst malst du Herzen ans Fenster:
der Herzog der Stille
wirbt unten im Schlosshof Soldaten.
Sein Banner hisst er im Baum – ein Blatt, das ihm blaut, wenn es herbstet;
die Halme der Schwermut verteilt er im Heer und die Blumen der Zeit;
mit Vögeln im Haar geht er hin zu versenken die Schwerter.

Umsonst malst du Herzen ans Fenster: ein Gott ist unter den Scharen,
gehüllt in den Mantel, der einst von den Schultern dir sank auf der Treppe, zur Nachtzeit,
einst, als in Flammen das Schloss stand, als du sprachst wie die Menschen: Geliebte...
Er kennt nicht den Mantel und rief nicht den Stern an und folgt jenem Blatt, das vorausschwebt.
„O Halm“, vermeint er zu hören, „o Blume der Zeit“.

In: Mohn und Gedächtnis.
Samstag, 10. Dezember 2005, 00:38 Uhr > BB >
Ach, wenn in unsrer engen Zelle
Die Lampe freundlich wieder brennt,
Dann wird´s in unserm Busen helle,
Im Herzen, das sich selber kennt.
Vernunft fängt wieder an zu sprechen,
Und Hoffnung wieder an zu blühn,
Man sehnt sich nach des Lebens Bächen,
Ach! nach des Lebens Quelle hin.In: Faust (Goethe)

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