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Nolls Passage

Sonntag, 6. Mai 2012, 10:52 Uhr<  >

Lurchhausen

. — „Diese Verbrecher! Die haben es mir gezeigt! Aber ich bin selber schuld. Warum habe ich mich auf die eingelassen? Wie könnte ich doch heute dastehen ohne diese Bande! Wäre ich nur mit Viktor auf und davon! Ich hätte eine Karriere als anständiger Journalist machen können irgendwo.“ — Hans-Joachim Schädlich, Trivialroman.
Montag, 7. Mai 2012, 13:05 Uhr > Noll >
„In diesem Moment jaulte Dogge: Clarissa! Wo bleibst du denn! Komm her zu mir! – Aber Clarissa sagte ziemlich laut: Soll ich mich im Dreck wälzen? Guck dich doch mal an. Wo du hockst! Wie du aussiehst! – Dogge sagte halb befehlshaberisch, halb weinerlich: Du gehörst zu mir! Ich brauch dich! Gerade jetzt, wo es mir schlecht geht. – Clarissa sagte: Wenn ich dich sehe, wird mir schlecht! Wo ist denn der große starke Dogge! Warum hast du mich in dieses Scheißloch bugsiert. Nein, so tief wie du will ich nicht sinken. Gerade jetzt müsstest du mir helfen. Ja, als der große Dogge noch der starke Dogge war! Da konntest du leicht den dicken Max mimen. Aber jetzt? Kaum hast du Probleme, da jammerst du rum. Und ich soll die Mama spielen. Hast du dir überlegt, was aus mir werden soll? Willst du mich in deine Scheiße ziehen? Ich mach das nicht mit! – Dogge versuchte sich hochzurappeln. Er ruderte mit den Armen. Dogge kam nicht hoch. Keiner von uns machte Anstalten, ihm auf die Beine zu helfen. Das hätte sowieso keinen Zweck gehabt. Er wäre ja doch gleich wieder zusammengesackt. Dogge blieb auf dem Fußboden sitzen, Dogge sagte: Das hat man davon! Ich hab dich von der Straße aufgelesen. Was du bist, das bist du durch mich. Ich hab dir gezeigt, was leben ist. Du hattest von mir alles, was eine Frau sich wünschen kann. Ohne mich wärst du ’ne Striptease-Mieze geblieben. – Clarissa lachte hysterisch auf. Clarissa sagte: Lieber ’ne ehrliche Stripperin als deine verwitwete Hure. – Dogge sagte: Ob ’ne Hure ’ne Hure ist, das bestimmt jede Hure selber. – Clarissa sagte: Alles, was ’ne Frau sich wünschen kann! Dass ich nicht lache! Was hab ich denn davon, wenn ich im Pelz in deinem Luxus-Schuppen hocke! Wenn ich mir deine Klunkern um den Hals hänge! Wenn mich deine Ratte in der Stadt rumkutschiert in deiner Scheiß-Luxuskarre! Wenn ich Kaviar fresse und mit Champagner nachspüle! ’n richtigen Mann hab ich davon nicht. Du mit deinem Wanst! Du hast doch deinen Schwanz schon seit 5 Jahren nicht mehr gesehen, so fett bist du. Hol dir doch selber einen runter. Ich hab keinen Bock mehr, auf dir rumzuturnen und deinen Schwanz zu suchen. – Biber sagte leise zu Clarissa: Treib’s nicht zu weit. – Aber Clarissa sagte laut: Der hat mich versaut! Zuletzt musste ich ihm bloß noch einen blasen, weil er keinen mehr hochgekriegt hat. Glaubst du, das ist was für ’ne junge Frau, so’n Schlabberding ablutschen? Und sein Geschwitze und Gestöhne immer, wenn er endlich mal zum Abspritzen gekommen ist. Einfach zum Kotzen war das! Jawohl, gekotzt hab ich. Ich hin mit seinem Saft im Mund ins Bad gerannt und hab gekotzt! Und er? Säuselt hinter mir her: Clarissaa! Wo bleibst du denn!“ — Ebenda.

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