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Nolls Marginalien

 

Nolls Passage

November 2013Januar 2014
Mittwoch, 27. November 2013, 11:36 Uhr

Satzbau

. — „Ein Satz kann nie zur Ruhe kommen. Nun sitzt dies Wort, denke ich, und wird sich nicht mehr rühren. Da hebt das nächste seinen Kopf und lacht mich an. Ein drittes stößt ein viertes. Die ganze Bank schabt mir Rübchen. Ich laufe hinaus; wenn ich wiederkomme, ist alles wieder ruhig; und wenn ich unter sie trete, geht der Lärm los.“ – Karl Kraus, Pro domo et mundo.
Mittwoch, 27. November 2013, 10:56 Uhr+1

Papsts Pusteblume

. — „Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass der größte Teil der Männer und Frauen unserer Zeit in täglicher Unsicherheit lebt, mit unheilvollen Konsequenzen. Einige Pathologien nehmen zu. Angst und Verzweiflung ergreifen das Herz vieler Menschen, sogar in den sogenannten reichen Ländern. Häufig erlischt die Lebensfreude, nehmen Respektlosigkeit und Gewalt zu, die soziale Ungleichheit tritt immer klarer zutage. Man muss kämpfen, um zu leben – und oft wenig würdevoll zu leben.“ — Papst Franziskus, Evangelii gaudium.
Montag, 25. November 2013, 10:31 Uhr+1

Pro domo et mundo

. — „Das Leben ist eine Anstrengung, die einer besseren Sache würdig wäre.“ – „Die Außenwelt ist eine lästige Begleiterscheinung eines unbehaglichen Zustands.“ – „Nur in der Wonne sprachlicher Zeugung wird aus dem Chaos eine Welt.“ – „Meine Sprache ist die Allerweltshure, die ich zur Jungfrau mache.“ – „Der Gedanke ist das, was einer Banalität zum Gedanken fehlt.“ – „Kunst ist das, was Welt wird, nicht was Welt ist.“ — Karl Kraus.
Donnerstag, 7. November 2013, 11:17 Uhr+2

Kierkegaard IX

. — „Vater im Himmel! Wende nicht länger Dein Antlitz von mir, lass es aufs neue für mich leuchten, so dass ich Deine Wege wandeln möge und mich nicht ferner von Dir verirre, wo Deine Stimme mich nicht mehr erreichen könnte. Lass Deine Stimme für mich ertönen, von mir gehört werden, wenn sie mich auch erschreckend einholte auf meinem Wege im Dickicht, wo ich als krank und befleckt im Geiste abseits und einsam lebe, fern von der Gemeinschaft mit Dir und den Menschen.“ (II, A 538)
Donnerstag, 7. November 2013, 11:04 Uhr+1

Kierkegaard VIII

. — „Es ist doch ein merkwürdiger Übergang, wenn man beginnt, die Lehre von Indikativ und Konjunktiv zu lernen; denn hier tritt zum ersten Mal ins Bewusstsein, dass alles darauf ankommt, wie etwas gedacht wird, das Denken in seiner Unbedingtheit eine scheinhafte Wirklichkeit aufhebt.“ (II, A 155)

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